Ski-Club  „on the road again“-  Radeln zur Grube Hambach

Die sportlichen Radler  des Brühler Ski-Clubs stellten sich die Frage: Wie sieht es zurzeit im „Braunkohletagebau Hambach“ aus?

Die Grube wird als die  größte Braunkohlen-Grube Europas bezeichnet. Bis 2029 wird nach Plan noch Kohle gefördert. Ab 2030 soll die Grube mit Hilfe des Rheinwassers mit Wasser gefüllt werden. Volumenmäßig wird er der zweitgrößte See Deutschlands nach dem Bodensee werden.
Die Gruppe radelte über Liblar, an der Kiesgrube in Blessem vorbei, die bei der Flut 2021 voll- und übergelaufen war, zum Erftradweg. Diesem folgte sie  bis Sindorf und weiter über Heppendorf zur Grube Hambach.
Es ist schon ein gigantischer Anblick,  der sich dort bot  –

eine Grube in den Abmaßen 9×9 km bei einer Tiefe von fast 400m. Auf der einen Seite sieht man,  wie das Erdreich oberhalb der Kohlelagerstätte in Terrassen abgebaggert und anschließend auf der gegenüberliegenden Seite in Terrassen wieder abgesetzt wurde. Es ist schon ein enormer Aufwand, den man betreiben musste, ehe man in etwa 300 m Tiefe überhaupt an die Kohle herankam. Anteilmäßig  mussten über 6 Meter Erdreich abgebaggert werden, um einen Meter Kohle fördern zu können.
Neben „Terra Nova“ steuerte man auch andere Aussichtspunkte an, um einen umfangreicheren Einblick vom Tagebau zu erhalten. Über den Rad- und Freizeitweg „Speedway“ ging es zurück zum Erftradweg vorbei an Schloß Paffendorf nach Bergheim, wo die Radler ihre verdiente Mittagspause hielten. Nach knapp 80 Km Fahrstrecke erreichte  Fahrtenleiter Ralf Weidenbach mit seiner Gruppe wohlbehalten wieder das heimatliche Brühl.