Senioren des Ski-Club Brühl in Kevelear
Ein Mittwochmorgen in Kevelaer: Aus einem bis auf den letzten Platz besetztem Bus stiegen die Senioren des Ski-Club Brühl aus und eilten zum Kapellenplatz des Wallfahrtsortes Kevelaer. Dort wurden sie von zwei Stadtführerinnen erwartet, die sie sowohl in die Historie des Ortes als auch in die Besonderheiten eines Wallfahrtsortes einführten. Kevelaer ist seit Jahrhunderten einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Deutschlands. In einem
„Heiligenhäuschen“ wird dort das Andachtsbild “Die Gottesmutter Maria von Luxemburg” verehrt, die jährlich Pilgerströme anzieht. In der Überlieferung wird von mehreren Wunderheilungen berichtet, die von der Kirche als Wunder anerkannt wurden.
Nach der von den Teilnehmern als interessant, aber auch als anstrengend empfundenen Stadtführung, hatten sich die Brühler Senioren eine Stärkung verdient. In dem nahegelegenem “Spargeldorf” Walbeck hatte die Organisatorin der Tour, Ruth Berty, ein Essen unter dem Motto “Spargel satt” organisiert, das alle begeisterte. Der Ort Walbeck mit seinen umliegenden Spargelfeldern war noch vor kurzem in den Schlagzeilen, als nächtliche Diebe ein ganzes Spargelfeld plünderten. Trotzdem musste kein Ski-Club-Senior das Restaurant hungrig verlassen.
Der Bus verließ das fahnengeschmückte Dorf in Richtung Kloster Langwaden. Dabei blieb offen, ob der dörfliche Fahnenschmuck in den Brühler Stadtfarben gelb und blau ausschließlich den Brühler Senioren gewidmet war. Im Kloster Langwaden leben u.a. alleinstehende Männer mit
schwerwiegenden Lebenslagen in Wohngemeinschaften, die von Zisterziensermönchen betreut werden. Die Brühler genossen Kaffee, Tee und Kuchen in schöner Atmosphäre. Und bei einem oder mehreren Kölsch wurde lebhaft über frühere Aktivitäten diskutiert. Leider konnte der Klostergarten
nicht mehr besichtigt werden, so dass der klostereigene Bienenhonig im Cafe gekauft werden konnte. Dagegen boten die Klosterkapelle und der Klosterpark mit seinem “Corona Erinnerungsort” meditative Momente.
Auf der Rückfahrt nach Brühl kam von den Teilnehmern der Vorschlag, im nächsten Jahr einen größeren Bus einzusetzen, da der aktuelle Bus schon nach wenigen Tagen ausgebucht war.

